DC/AC – Teil 1

Schon wieder Thema Elektrizität und vorab halt etwas Theorie: Oski hat zwei 12 V Bordnetze – eines für die eigentliche Fahrzeugtechnik, wie jedes Auto, das zweite für den Wohnteil. Die Anschlüsse an die 12 V-Netz sehen hier wie da aus, wie das Teil im Armaturenbrett, in das man früher zumeist den Zigarettenanzünder steckte. Geeignet für diesen, oder einen Autostaubsauger, USB-Ladeadapter und sonstiges Schwachstromzeug. OK…

Oski hat aber auch Steckdosen im Wohnabteil, die wir von zu Hause kennen. Also die, wo Kaffeemaschine, Staubsauger etc. ihren Saft ziehen. Sieht erst mal gut aus: Wo eine Steckdose ist, da kommt sicher auch Strom raus!? Nein, weit gefehlt – so schnell geht das nicht. Strom kommt aus den Steckdosen nur dann, wenn man Oski mit einem schönen blauen Stecker ans öffentliche Netz anschliesst und die 220 V von aussen zuführt.

Unabhängig vom Landstrom im Camper trotzdem elektrische Haushaltsgeräte benutzen zu können, das erfordert einigen technischen Aufwand, welcher definitiv auch nicht ganz günstig zu haben ist und serienmässig nur in der obersten Wohnmobil-Preisklasse verbaut wird. Da gehört Oski nun definitiv nicht dazu…

Also müssen wir für die ersehnte Unabhängigkeit einen sog. Wechselrichter nachrüsten. Die gibt es in lauer Qualität (von Gerät und dem ausgegebenen Strom) recht günstig. Wenn Qualität von Gerät und erzeugtem Strom, sowie Leistung gefordert sind, dann dreht sich die Preisschraube recht schnell nach oben.

Ob es wirklich sinnvoll ist, hier einige Hundert Franken zu investieren, kann vorausschauend auch nicht zu hundert Prozent mit JA beantwortet werden. Aber mal schnell heisses Wasser für ’nen Tee machen, Tablet laden, Heizlüfter für ein warmes Badezimmer, irgendwelche Ladegeräte nutzen, und das alles unabhängig vom Landstrom, das klingt schon verlockend. Schliesslich leben wir dann mal ein Jahr im Oski!

Der Wechselrichter von Fraron ist ein Gerät, das in Camperkreisen bekannt ist und oft verbaut wird. Made in Germany klingt auch vertrauenerweckend. Bevor der Wechselrichter selbst verbaut wird, kommt zuerst mal der Einbau der Fernbedienung dran. „Fernbedienung?“ Ja, genau. Da der Wechselrichter auch ohne Last etwas Strom verbraucht, sollte man ihn abschalten, sobald er nicht genutzt wird. Und da er unbedingt in der Nähe der Batterien montiert werden sollte – also nicht gerade dem idealen Ort um etwas immer mal ein- und auszuschalten, gibt es einen Fernschalter, der in der Umgebung der serienmässigen Schaltzentrale montiert werden kann.

Los geht’s…

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Jetzt bekommt die Kunststoffverkleidung über der Schiebetür doch noch ein Gerät: Die Fernbedienung ist recht flach und benötigt einen eckigen Ausschnitt. Der Platz eignet sich.
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Der Kunststoff lässt sich durch wiederholtes Ritzen mit einer scharfen Klinge recht gut schneiden. In fünf Minuten war das Loch drin.
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Mit zwei Schrauben wird der Schalter befestigt, fertig. Das Kabel ist ca. 3 m lang und kommt dadurch problemlos bis unter den Fahrersitz oder die Sitzbank.

Das war der einfache Schwachstrom-Teil…

Optisch ist das jetzt alles doch eher zweckmässig. Sämtliche Geräte haben ein komplett anderes Styling, was leider nicht zu ändern ist.

Zum Einbau des Wechselrichters mehr im 2. Teil…

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kai sagt:

    Hallo Jens,

    schaut gut aus Deine Technik-Ecke. Gut erklärt wofür so ein Wechselrichter notwendig ist. Ich hab nur einen Mini-Wechselrichter. Den stecke ich in die 12V Dosen. Der leistet max. 300 Watt, das reicht mir für Camera Akku und Laptop Ladung.
    Weitere 220V Verbraucher kommen mir nicht ins „Haus“. Aber bin ja auch nur Kurz-Tripper.
    Bei euch sieht das natürlich ganz anders aus. Ein Jahr im Camper wohnen, da würde ich mir wohl auch einen Wechselrichter einbauen (lassen).

    Viel Erfolg weiterhin.

    Grüsse
    Kai

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    1. vanamericana sagt:

      Ja, der unterschiediche Einsatzzweck gibt schon den Ausschlag für einen ordentlichen Wechselrichter. Die 1000 Watt werden wir sicher nicht oft nutzen. Das geht dann recht auf die Batterien. Bin gespannt auf unsere Erfahrungen.
      Grüsse Jens

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