Ferien im Hotel Oski – Teil 2

Genaugenommen verabschiedeten wir uns von Sonntagnachmittag bis Mittwochmorgen vom Hotel Oski, bzw. wir benutzten ihn in diesen Tagen nur als Fortbewegungsmittel in Kärnten. Unsere Tradition, zumeist im Mai einige Tage im Mörtbauerhof in Seeboden am Millstättersee zu verbringen möchten wir beibehalten, wenn auch in verkürzter Form.

Am Sonntagvormittag war die erste Etappe des Tages nicht lang. Vom Pragser Wildsee nach Lienz in Osttirol braucht man ca. eine Stunde. Zuerst noch durch das Hochpustertal führt die Strasse dann in stetigem Gefälle das Drautal hinab in die hübsche Kleinstadt Lienz. Der Rundgang durch die Innenstadt hat inzwischen auch schon traditionelle Züge. Nachher noch einen Eiscafé auf dem Hauptplatz und wir gehen die letzten 70 Kilometer bis Seeboden an.

Auf dem Bauernhof hiess es dann im Oski einpacken und im Zimmer wieder auspacken. So ist das, wenn man aus dem Camper in die Pension zieht… Nachher gab’s noch eine schnelle Runde mit den E-Bikes um den See, immer mit bangem Blick gen Himmel, wo sich dunkle Wolken türmten. Wir hatten aber Glück und  bekamen nur wenige Tropfen ab.

Am Montag war die Wetterlage unsicher. Richtung Süden sah es gut aus, somit stand der Turm auf dem Pyramidenkogel in der Nähe von Klagenfurt als erstes Tagesziel fest. Der 100 Meter hohe Turm ist der höchste Holz-Aussichtsturm der Welt und in seiner eleganten Form und luftigen Art ein faszinierendes Bauwerk. Nach 441 Stufen erreichten wir die etwas über 70 Meter hohe Aussichtsplattform, die einen wunderbaren Rundblick über Südkärnten gibt. Der Wörthersee ist in seiner ganzen Länge zu bestaunen, Klagenfurt zeigt sich im Osten, die Karawanken, das Grenzgebirge zu Slowenien im Süden.

Das letzte Bild des Turms lässt es vermuten: Das Wetter stellte auf „nass“ um. Mit dem Kaffee-am-See-Plan wurde es nix. Ok, dann machen wir halt einen Indoor-Spaziergang und zwar im IKEA. Ausser dem Kaffee wollten wir nur einen Möbelgriff „LANSA“ als Küchentuchhalter. Dass man nie nur mit dem, was man ursprünglich wollte, aus einem IKEA kommt, das ist ja klar. So verliessen wir den Laden um einige praktische Dinge reicher – für Camper gibt es doch einige gute Sachen bei den Schweden. (Dazu in einem anderen Blog mehr)

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Nette Begegnung: Oskis Halbbruder in Spittal

Am Dienstag war Verwandtenbesuch angesagt. Die dafür zu befahrenden einspurigen und holprigen Waldstrassen gaben wieder mal einen Vorgeschmack auf zukünftige Abenteuer. Später war Dumpen angesagt. Die Entsorgung von Abwasser gehört halt zu den Notwendigkeiten beim Campen. Auffallend ist die kaum existente frei zugängliche Infrastruktur zumindest in Kärnten und Osttirol. Stellplätze kennt man nicht und wenn man nicht Gast auf einem Campingplatz ist, sieht es schlecht aus mit Tank leeren. Zum Glück gibt es am Millstättersee eine Ausnahme: In Glanz am Ostufer befindet sich eine Grauwasserentsorgung und Frischwasserversorgung ausserhalb des Platzes und ist somit frei zugänglich. Super! Oski verlor so schätzungsweise 20 kg Ballast.

Mittwoch war ursprünglich mal Salzburg als Ziel angedacht. Salzburg 14°C, Regen – so die Prognose. Somit war klar, wir fahren nach Süden. Und zwar bis die Sonne scheint! Mehr dazu im 3. Teil.

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