Kandelnight statt candle light

Schon länger stand ein Familienbesuch in Deutschland an. Ende der Nachtschicht und wenige Freitage sprachen dagegen. Aber es gibt ja den Oski und der macht manches auch etwas einfacher.

Doch holen wir zuerst mal etwas aus: Ich habe – um es mal vorsichtig auszudrücken – sehr unregelmässige Arbeitszeiten. So zirka 5 mal pro Jahr gibt es 7 Nächte am Stück, die ich nicht schlafend am Arbeitsplatz verbringe. Resultat: Jedes Mal ein astreiner Jetlag – Tag/Nachtrhythmus auf den Kopf gestellt, und den muss man dann nach der Woche zurück in die „normalen“ Zeiten lenken. Dafür habe ich dann in der Regel 4 Tage Zeit, Ausnahmen bestätigen diese. Eine solche ist mir nun widerfahren. Nur zwei Freitage und an denen war eben noch Familienbesuch in Deutschand angesagt.

So kommt man morgens nach Sechs von der Arbeit und beginnt unmittelbar mit der Umprogrammierung: Ins Bett um acht, Tagwacht um 11 statt von halb sieben bis nach Mittag einen auf Murmetier zu machen. Resultat ist ein Tag , der irgendwie auf Halbmast läuft. Und dann 300 km mit dem Auto? Nein, das habe ich einmal gemacht und will es weder mir noch anderen Verkehrsteilnehmern jemals wieder antun.

Also den Halbmasttag rumgebracht und abends, als ich langsam wieder fit war, ging es los. Aber natürlich will man um Mitternacht niemanden mehr mit seiner Ankunft aus dem Bett holen und da kam Oski ins Spiel: Die Route leicht abgeändert, so dass ein ruhiger Schlafplatz auf dem Weg lag, und morgens einigermassen erholt zum Frühstück bei der Family eintrudeln.

Was soll ich sagen, der Plan ging auf. Kurz nach Zürich abgebogen Richtung Deutschland, rein in den Schwarzwald (der ist nachts wirklich seeehr schwarz…) und auf einen Berg in der Nähe des Zieles gefahren. Knapp dreieinhalb Stunden nach Abfahrt stand ich auf dem Kandel in 1200 m Höhe. Grosser leerer Parkplatz, Mond, Mars, Sterne und Wetterleuchten in der Ferne. Nur die Kerze fehlte…um die Auswahl der Lichtquellen vollständig zu machen.

WAR DAS RUHIG! Auf der Wiese nebenan waren noch einige Insekten am musizieren, sonst ausser mal einem Flieger in grosser Höhe nix. Idealbedingungen um jetzt um Mitternacht mal eine ordentliche Mütze Schlaf zu nehmen. Abgesehen von einem Gewitter in der Nähe und dessen Donnergrollen störte dann auch erst der Wecker kurz nach acht die Ruhe.

Der Morgen hatte ein schöne Lichtstimmung und so durfte SPARKY noch in die Luft und die Szenerie von oben festhalten. Etwas frisch machen, dann rollte ich entspannt ins Elztal zum Frühstück bei Muttern.

OK, das war nun diesmal kein sensationeller Trip, der in die Campinggeschichte eingeht, aber er reiht sich in die kleinen und grossen Erlebnisse mit Oski auf positive Art ein.

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