Caravansalon Bern 2018

Warum soll man auf den Caravansalon, wenn man doch schon sein rollendes Heim gefunden und ausgerüstet hat? Ok, etwas Campingluft schnuppern, die Neuheiten begutachten, nützliches Zubehör finden/kaufen, technische Auskünfte einholen – Gründe gibt es viele. Da nimmt man auch mal die feuchte und stauige Anfahrt, gesalzene Parkgebühren und Campen im Schneeregen in Kauf. Der Eintritt wurde vom Händler gesponsert, danke!

Was die Messe abends an Kulinarik bietet, ist leider sehr überschaubar. Geworben wird damit, dass man als Benutzer des Stellplatzes das Restaurant „Henry’s“ im Messegebäude für ein feines Abendessen nutzen kann. Pustekuchen: Wir standen um 19.30 h vor verschlossener Tür. Im Restaurant sassen zwar einige Gäste, aber die Tür blieb zu. Das Western-mässig eingerichtete Zelt nebenan bot zugig-rustikales Ambiente und einen Alleinunterhalter, welche vor allem durch Lautstärke auffiel. Das angedachte nette Essen bestand aus zwei Hamburgern in Serviette und zwei Plastikbechern Rotwein für schlanke 48 Fränkli. Das sich hartnäckig haltende Gerücht, dass die Schweiz ein teures Pflaster ist, wurde einmal mehr bestätigt…

Nach überraschend ruhiger Nacht war am Sonntag Messetrubel angesagt.

Unser Hauptthema war das Fahrwerk: Verbesserung des Fahrkomforts, mehr Bodenfreiheit. Wir  besuchten zu diesem Zweck die Importeure von VB-Airsuspension und Goldschmitt. So vergleichbar die Produkte sind so einig waren die Auskünfte bezüglich der angedachten Zusatz-Spiralfedern an der Hinterachse: Hart und ungeeignet für Kastenwagen. An einer Luftfederung führt also offenbar kein Weg vorbei. An beiden Ständen sahen die Faltenbälge so ähnlich aus wie es die durchwegs kompetenten Auskünfte waren. Meine Ängste bezüglich Pannenanfälligkeit wurden auch vernichtet: Ist die Luft raus, fährt der Jumper ziemlich genauso wie jetzt. Das System hat also echte Notlaufeigenschaften. Gut, ich bin beruhigt.

Was im Wege steht ist der Preis: Um die 4800 CHF muss man rechnen. Bei Goldschmitt in Deutschland kommt man auf ca. 2400 Euro aber ohne Abnahme bei der MFK. Die kann durchaus tricky sein, weil die deutschen Dokumente in der Schweiz nicht immer anerkannt werden.

Zubehör – ich suchte nach einer Solartasche, habe auch welche gefunden. Aber „Messe“-Preise zwischen 600 und 700 Fränkli für 100/120 Watt sind doch wieder mal typisch Schweizerische Abzocke für ein Produkt, das in Euroland 300 kostet. Also nix gekauft.

Ausser einer Antirutschmatte haben wir auch sonst nichts gefunden und gekauft. Der Eindruck Campingartikel = doppelter Preis hat sich bei vielen Artikeln wieder mal bestätigt.

Und sonst? Robeta macht auch ganz nette Kastenwagen mit vernünftigen Preisen. Für mehr als den doppelten Preis (…als den von Oski…) gibt es bei noch einer anderen Firma ein Mobil, das uns auf Anhieb gefallen hat: Der HRZ-Safari. Ein in jedem Detail durchdachtes Gefährt auf Sprinter-Basis, das gut das Dreifache von unserem Kasten kosten würde. Träumen darf man…

Es hat uns gefreut, Steffi und Lui von Comewithus2, sowie Natascha und Patrick von Patascha’s World getroffen zu haben. Diese vier bereichern die Vanlife-Welt wirklich sehr und kommen in Natura genauso sympathisch daher, wie in den Vlogs!

Vorerst waren wir nun zum letzten Mal auf dem Salon.  2019 und 2020 fällt die Messe für uns aus – wir haben dann anderes zu tun 😉

 

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