Pampa

Die Pampa ist eine zumeist ebene und spärlich bewachsene Region, die in Argentinien bis hinunter nach Trelew reicht. Um Buenos Aires herum ist die Pampa noch grün, das Gras saftig und unterbrochen von Baumreihen und kleinen Waldstücken. Die Orte liegen für argentinische Verhältnisse nicht weit auseinander, so 30 bis 50 km sind es aber dann doch meist…

Am 4. November können wir Oski in Zarate aus dem Hafen holen. Morgens der Bus von Buenos Aires in den ca. 80 km entfernten Hafenort, dessen Hauptgeschäft die Fahrzeugverladung ist. Sozusagen das argentinische Gegenstück zu Zeebrügge. Die Prozedur des Imports ist langwierig. Ohne einen Agenten, der das für uns regelt, wäre es beinahe unmöglich, die Autos einzuführen. Kurz vor 5 nachmittags und 1400 US Dollar ärmer ist es dann soweit, Oski darf als zweites Auto aus dem Hafen rollen. Zuvor wurde er von mir und dem Zoll als in Ordnung befunden. Was fällt einem da ein Stein vom Herzen…

Wie wir später am Abend und am nächsten Tag erfahren, ist dies nicht bei allen der Fall: Kleinere Diebstähle, bis hin zum Ausräumen kompletter Wohnmobilschränke, gepaart mit Sachschäden sind bei unserer Verschiffung und auch der von Grimaldi aus Hamburg leider fast die Regel. Nach und nach bemerken die Teilnehmer, dass verschiedene Dinge fehlen. Aus Oski wurde nichts entwendet und er machte einen unberührten Eindruck. Unsere Strategie, alle Wertsachen im Flugzeug zu transportieren und Alice’s Vakuumsäcke für die Kleider haben sich bewährt.

Es folgen die ersten Kilometer auf südamerikanischen Strassen. Und eines lernen wir schon nach kurzer Zeit: Auf Schlaglöcher muss man immer gefasst sein – auch wenn die Strasse gut erscheint! So rumpelt es dann doch mal einge Male ganz ordentlich, bevor wir auf wieder guter Strasse den ersten Supermarkt und schlussendlich den Campingplatz in San Antonio de Areco erreichen. Freudig werden wir von den bereits Anwesenden begrüsst und Noldi verwöhnt uns mit einem Topf voll Pasta, danke!

Bis alle Wohnmobile eintreffen und eingerichtet sind, vergehen noch zwei Tage und dann erleben wir erstmals die Weite der Pampa, die mit jedem Kilometer Richtung Süden einsamer und trockener wird. An dieser Stelle lasse ich mal die Bilder sprechen und empfehle einen Besuch auf unserem YouTube-Kanal…

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anke sagt:

    Genial, so etwas zu erleben ist ein Traum

  2. Joachim H. (johebo) sagt:

    Wie gut, dass ihr von Schäden und Diebstählen verschont geblieben seid! Da kann ich Dein Aufatmen sehr gut nachempfinden. Jetzt kann die Reise unbeschwert fortgesetzt werden – der Anfang war schon mal sehr viel versprechend…

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