Gletscher und Touri-Leben

01.12. – 02.12.2019: In Punta Bandera starten die Bootstouren zu den anderen Gletschergrössen der Region. Und wir durften quasi neben dem Anleger übernachten – wie praktisch.

Es geht früh los. Das Boot ist zwar zügig unterwegs, aber nur schon die Fahrt zum Glaciar Upsala dauert circa zwei Stunden auf dem weitverzweigten Lago Argentino. 60 Kilometer später dümpeln wir zwischen Eisbergen in einer polar wirkenden Landschaft. Wirklich nah kommen wir nicht zum Gletscher – das Eis versperrt den Weg.

Ein weiterer Eisriese, der Spegazzini-Gletscher, ist das nächste Ziel. Dessen Zunge ragt in einen engen Fjord und ist mit einer Abbruchkante von 120 Metern Höhe absolut beeindruckend. Den Mittagshalt machen wir in dessen Sichtweite in einer Art Besucherzentrum des Schutzgebiets, das neben einigen Schautafeln vor allem die Möglichkeit zur Verpflegung bietet. Die Landschaft ist wirklich grossartig und wir blicken ehrfürchtig auf die Eisriesen und die umgebenden Bergspitzen. Schliesslich treten wir nach eineinhalb Stunden die Rückreise an – das Boot spult die vielen Kilometer zum Anleger zügig in zwei Stunden ab…

Nach dem eindrücklichen Perito Moreno war dieser Tag sehr von den langen Bootsfahrten geprägt und dadurch auch anstrengender als gedacht. Allemal eindrückliche Gletscheransichten müssen sich mit 5 bis 6 Stunden Bootsfahrzeit erkauft werden, was dann nicht jedem 100 %ig gefallen dürfte. Somit haben wird uns den folgenden „freien“ Tag in El Calafate auch redlich verdient.

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