Pampa und Gletscher

30.11.2019: Perito Moreno, so der Name des wohl bekanntesten Gletschers in Patagonien, der im gleichnamigen Nationalpark liegt. Eine Kombination aus Plattentektonik und Niederschlagszunahme soll verantwortlich sein, dass der Gletscher als einer der wenigen nicht zurückgeht, sondern seine Eismasse in etwa gleich bleibt. Und diese ist gewaltig…

Wir fahren einen grossen Bogen auf der Ruta 40 durch die Pampa, bevor es auf der 11 in Richtung El Calafate geht. Der Ort ist ein Touristenzentrum mit einem entsprechend geprägten Ortskern entlang der Hauptstrasse. Die Autos kommen quasi im Zentrum unter und für das leibliche Wohl ist in fussläufiger Entfernung gesorgt. El Calafate ist touristisch quasi komplett auf die Gletscher in der Nähe ausgerichtet. Bus- und Bootstouren, Rundflüge etc.

Den Ort selbst durchfahren wir allerdings heute und steuern direkt den Nationalpark an. Wir können mit den eigenen Autos selbst hineinfahren und werden am Eingang zur Kasse gebeten. Von der Pampa führt die Strasse in den bewaldeten und alpinen Ostabhang der Anden. Blühende Büsche, Berg- und Seeblicke inklusive – eine tolle Landschaft. Dann sehen wir ihn zum ersten Mal: 10 Kilometer vor dem Ziel ein Gletscher, dessen Dimensionen unfassbar sind. Die Grösse können wir nur einordnen anhand von Zahlen. Die Abbruchkante ist 70 Meter hoch und die Zunge drei Kilometer breit. Wir sind definitiv beeindruckt. Auf der Fahrt zum Parkplatz kommt der riesige Eisschild immer näher um dann hinter einem Hügel zu verschwinden. Busse bringen die Besucher vom Parkpltz zu den Aussichtsterrasen auf dem Hügel. Und nach der kurzen Fahrt stehen wir schliesslich oberhalb der riesigen Eiswand und müssen für uns den Begriff „Gletscher“ neu definieren. DAS ist ein Gletscher!

Seine Abbrüche machen einen guten Teil der Faszination aus. Wir erwischen einen ruhigen Tag, was bedeutet dass nur hausgrosse Teile abstürzen und nicht hochhausgrosse…es rumpelt dennoch ordentlich an der langen Eiswand. Ein Bohlenweg führt zurück zum Parkplatz und eröffnet immer wieder andere Perspektiven. Wieder mal einer dieser unvergesslichen Traumtage…bevor in Richtung Nachtlager neben dem Bootsanleger in Punta Bandera aufbrechen.

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