Dieselpartikelfilter

Dem Filter im Auspufftrakt eines jeden modernen Dieselkraftfahrzeugs – nachfolgend als DPF bezeichnet – ist bei einer Reise wie der Panamericana aus mehreren Gründen besondere Beachtung zu schenken.

Als erster Punkt sei die Qualität des Diesels genannt. Ein hoher Schwefelgehalt verursacht eine schnelle Verstopfung des DPF. Im Web gibt es mehr oder weniger aktuelle Grafiken, in welchem Land mit welchem Schwefelgehalt zu rechnen ist. Generell schneiden viele süd- und mittelamerikanische Staaten hier schlecht ab. Das Tanken an grossen Tankstellen mit nationalem Netz könnte hier Abhilfe schaffen. Dies auch bei den weiteren Faktoren, wie grundsätzlicher Verunreinigung und Wassergehalt im Kraftstoff. Zusätzliche Filter und Wasserabscheider würden hier wohl eine zusätzliche Sicherheit bringen.

Der zweite kritische Punkt ist der Aufenthalt in den Anden. Der höchste Pass der Reise liegt auf fast 5000 Metern über Meer. In Chile, Bolivien, Peru und Ecuador führt die Reise längere Zeit durch Regionen mit über 3000 Metern Höhe. Der geringe Sauerstoffgehalt verschlechtert die Verbrennung. Russpartikel nehmen zu, Abgastemperaturen sinken.

Ich habe dazu Auskünfte mehrerer erfahrener Personen eingeholt. In den vergangenen Jahren gab es mit zugesetzten DPF immer wieder Probleme. Dies in erster Linie mit Mobilen auf Mercedes Sprinter-Basis, aber auch bei Fiat Ducato. Eine flotte Fahrweise und höhere Drehzahlen wirken dem Zusetzen entgegen. Auch moderne Motoren mit höherem Wirkungsgrad seien durch ihre effizientere Verbrennung weniger anfällig.

Die Reiseleitung hat zumindest ein Diagnosegerät dabei. Wenn der DPF in den Anden zu ist, hilft nur Ausbauen (lassen) und das Steuergerät anpassen. Zudem ist Citroen in überraschend vielen Ländern unserer Reiseroute mit dem aktuellen Jumper präsent. Mögen die Motoren auch andere, bzw. ältere Bauarten sein – viele Ersatzteile dürften einigermassen verfügbar sein.