Panamericana 2019

Als Panamericana bezeichnet man eine Reihe von Fernstrassen in Latein- und Nordamerika, welche die entlegensten Punkte in Süd und Nord miteinander verbinden.

Wie kaum einen andere „Traumstrasse“ dieser Welt verbindet sie Kontinente, Kulturen, Klimazonen und faszinierende Landschaften miteinander, ohne ein ernsthaft riskantes (jedenfalls aus unserer Sicht) Abenteuer zu sein. Wir haben viele TV-Beiträge gesehen, einige Reiseberichte gelesen, Reiseführer durchgeblättert und Vorträge über die zu bereisenden Länder besucht. Städte wie Buenos Aires, Santiago de Chile, La Paz, Quito, Mexico City sind  faszinierende Schmelztiegel. Landschaften wie die Pampa, Feuerland, die Anden, der Salar de Uyuni, der Titicacasee, die Atacamawüste beeindrucken uns. Kulturgüter wie Machu Picchu, Cusco, Chichén Itzá sind imposante Stätten aus der Vergangenheit. Zu den Sehenswürdigkeiten aus Lateinamerika kommen die der USA, sowie Kanadas und Alaskas Natur – das nehmen wir alles auch noch mit, wenn wir schon mal auf dem Kontinent sind…

Panamericana - Karte 2017

Eine Reise, welche mindestens 180 Tage und in unserem Fall wahrscheinlich ca. 350 Tage dauert, bringt einige Veränderungen mit sich. Insbesondere, wenn man aktiv im Berufsleben steht und nicht einfach so mal Pause machen kann. Aber auch andere Faktoren dieser Tour gehen weit über das hinaus, was man unter der Bezeichnung Ferien verstehen würde. Ein halbes, oder in unserem Fall fast ein ganzes Jahr auf Reisen bedeutet gravierende Umstellungen in jeglicher Hinsicht.

Ein Grundsatzthema steht über allen Anderen: Die Tragbarkeit der Reisekosten und ein während der Reisezeit weitgehend fehlendes Einkommen erfordern ein gut gefülltes Sparkonto. Kann die Frage „Haben wir dann genug Geld?“ nicht mit einem deutlichen JA beantwortet werden, darf man sich die Planung und die Träumerei sparen.

Mit dem JA zum ersten Thema kommen dann Überlegungen zur nächsten und fernen Zukunft, zur Wohnsituation, zum Arbeitsplatz, zu wichtigen Themen wie Familie, sozialem Umfeld, Versicherungen, Leben nach der Reise, Gesundheit,  etc.

Man taucht ein in Gedanken, welchen man so noch nie nachging. Und es stellen sich Sinn-Fragen zur eigenen zukünftigen Lebensgestaltung. Aber die berüchtigte Frage „War’s das?“ in der Mitte des Lebens, die kann erst mal getrost verschoben werden. Es gibt jetzt wichtigere Themen…